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Integra: Förderung der Berufsorientierung und des zivilgesellschaftlichen Engagements für internationale Studierende

Das Ziel des DAAD-geförderten Projekts besteht darin, internationale Studierende bei der Berufsorientierung zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zum zivilgesellschaftlichen Engagement zu erleichtern. Dafür werden Lehrangebote zur Stärken- und Berufsorientierung geschaffen. Das etablierte fakultätsübergreifende Service Learning Angebot zum ehrenamtlichen Engagement wird für internationale Studierende weiterentwickelt. Beide Angebote werden durch ein Peer-Coaching-Programm begleitet.

Das Projekt richtet sich an alle internationalen Studierenden, die an der Universität Freiburg immatrikuliert sind. Mit der Studierendenintiative InterLASional des University College Freiburg (UCF) wird es einen Pilot geben.

Das Projekt besteht aus zwei Säulen:

(1) Am ZfS und UCF werden Veranstaltungs- und Begleitangebote für internationale Studierende zur stärken-, kompetenz- und ressourcenorientierten Vorbereitung auf den Beruf geschaffen beziehungsweise weiterentwickelt. Die Stärkenorientierung fokussiert in besonderem Maße die jeweils vorhandenen Kompetenzen wie zum Beispiel der Mehrsprachigkeit und auch die inter- und transkulturellen Erfahrungen. In Peer-Coaching-Gruppen formulieren die internationalen Studierenden für sie passende Vorstellungen und Modelle für individuelle Berufsoptionen und den Prozess des konkreten Übergangs in den Beruf.

(2) In einer bedarfsorientierten Weiterentwicklung des bestehenden Service Learning Angebots des ZfS erhalten internationale Studierende neue Möglichkeiten, sich für die Zivilgesellschaft zu engagieren. Sie werden dabei in Kleingruppen beraten (Supervision) und können in einem begleitenden fachbezogenen Workshopangebot neue Kompetenzen erwerben und ihre Entwicklung reflektieren.

Beide Projektsäulen werden durch eine gemeinsame Bedarfserhebung unter Einbezug der internationalen Studierenden fundiert. Im Projektverlauf findet eine Vernetzung mit dem lokalen Arbeitsmarkt und regionalen Initiativen der Zivilgesellschaft statt.

Auf der Basis erprobter Lehrangebote des ZfS und des UCF werden neue Lehrveranstaltungen zur Stärken- und Berufsorientierung für internationale Studierende entwickelt, die beim Übergang in den Arbeitsmarkt unterstützen und eine erste berufliche Orientierung bieten sollen. Ein Peer-Coaching-Programm begleitet das Projekt. Studierende können sich die Lehrveranstaltungen im BOK-Bereich des ZfS (Bachelor-Studium) beziehungsweise im entsprechenden Wahlpflichtbereich ihres Studiums (ggf. auch im Master-Studium) anrechnen lassen. Parallel dazu wird mit Unterstützung vorhandener Kontakte unter anderem zur IHK, der Agentur für Arbeit und zum Welcome Center Südlicher Oberrhein ein Netzwerk möglicher Arbeitgeber für internationale Studierende aufgebaut.

Kompetenz- und Stärkenentwicklung

Durch die gezielte Förderung sollen internationale Studierende systematisch ihre individuellen Stärken, Qualifikationen, Kompetenzen, Werte, Interessen und Berufsvorstellungen reflektieren und anwendungsorientiert analysieren können. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den multi- und transkulturellen Perspektiven internationaler Studierender sowie deren Kompetenz zur Mehrsprachigkeit.

Peer Coaching

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychologie werden Studierende des Faches als Peer-Coaches qualifiziert. Sie können die internationalen Studierenden in ihrem Fokus auf die eigenen Stärken unterstützen, begleiten und beraten. In Kleingruppen werden individuell passende Berufsoptionen ausgelotet und mögliche Übergangswege in den Beruf erarbeitet. Diese Auseinandersetzung kann beispielsweise auch in Form einer Ausgestaltung von Business-Modellen für eine spätere Selbstständigkeit erfolgen. Bei Bedarf kann das Coaching auch in englischer Sprache stattfinden.

Das seit knapp drei Jahren an der Universität Freiburg fakultätsübergreifend verankerte Service Learning Angebot, in dessen Rahmen Studierende bei unterschiedlichen Akteur*innen der Zivilgesellschaft mitarbeiten, wird für die Zielgruppe der internationalen Studierenden bedarfs- und berufsorientiert weiterentwickelt. Studierende werden dabei mit realen Problemen der Zivilgesellschaft konfrontiert und stellen einen Bezug zu ihren persönlichen Handlungsstrategien her, deren Wirksamkeit sie in begleitenden Formaten wie Workshops und Supervision reflektieren. Die lokale Verortung der Kooperationspartner*innen sowie die Zusammenarbeit in Projektteams fördern darüber hinaus die Zugehörigkeit und Integration der Studierenden. Das Programm ermöglicht einen Einblick in Berufsfelder und notwendige Kompetenzprofile.

Für die Weiterentwicklung des Formats wird auf Erfahrungen von internationalen Studierenden und Studierenden mit Migrationshintergrund aus den vergangenen Semestern zurückgegriffen. Teile des Moduls sollen zudem in englischer Sprache zugänglich gemacht werden.

BMBF_gefördert vom_deutsch_klein.jpg Das Projekt wird im Rahmen des DAAD-Programms "Integra - Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium" gefördert.