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Service Learning

Neues Lehrformat im BOK-Bereich WS 17/18

Lernen durch gesellschaftliches Engagement, so kann Service Learning übersetzt werden. Studierende engagieren sich in einer Initiative oder Projekt, vertiefen und reflektieren in begleitenden Workshops das für die ehrenamtliche Tätigkeit erforderliche Wissen. Neue Erkenntnisse und Erfahrungen werden für das eigene Handeln unmittelbar wirksam.

Alle Studierenden der Universität Freiburg, egal ob sie sich bereits engagieren oder erstmals engagieren wollen. Auch Studierende anderer Hochschulen, die sich in den Initiativen engagieren können teilnehmen.

Detaillierte Informationen zur Teilnahme und zum Ablauf erhalten Sie beim Auftaktworkshop.

Folgende Kooperationspartner laden Sie ein, sich in ausgewählten Initiativen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Flüchtlings- oder Migrationshintergrund oder für internationale Studierende zu engagieren:

  • Studierendenwerk Freiburg
  • Uni für Alle
  • step stiftung freiburg

Alle Informationen zur den Einsatzfeldern erhalten Sie bei der Auftaktveranstaltung am 03.11.2017. Umfang und Aufwand Ihres Einsatzes sind i.d.R. individuell gestaltbar.

Service Learning ist eine persönliche Bereicherung!

  • Sie lernen u.a. Ansätze der interkulturellen Kommunikation oder des Projektmanagements in ihrem Engagement anzuwenden.
  • Sie reflektieren eigene und fremde Werthaltungen hinsichtlich Differenzen zwischen und innerhalb der Kulturzugehörigkeit, analysieren Handlungsmuster, entwickeln neue Strategien zum Problemlösen und können diese im Praxiseinsatz umsetzen.
  • Sie entdecken, dass Sie mit ihrem Engagement ein gelingendes Miteinander unterstützen und Verantwortung für ein kulturelles Miteinander übernehmen.
  • Sie gestalten Lebenswelt und Zivilgesellschaft aktiv mit.
  • Sie stärken ihre personalen und sozialen Kompetenzen und entwickeln kritisches Denken weiter.

Erstmals können Sie im WS 2017/18 an einem überfachlichen Service Learning Angebot teilnehmen. Angesichts der thematischen Relevanz haben wir uns für das Thema Interkulturalität-Migration entschieden. Sie engagieren sich (bereits oder erstmals) in ausgewählten Initiativen und Projekten bei unseren Kooperationspartnern.

Sie lernen dann parallel in Workshops Modelle z.B. aus interkultureller Kommunikation oder Projektmanagement kennen, erproben und reflektieren diese in ihrer Praxis. Ihre Erfahrungen und Herausforderungen können Sie im Rahmen einer Supervision in Kleingruppen bearbeiten. Eine Besonderheit ist die Einbindung sozial-ethischer Leitfragen und ein Theorie-Praxis-Austausch mit Studierenden des EPG-Seminars „Verantwortung in der Zivilgesellschaft“.

1. Eintägiger Auftaktworkshop für alle interessierten Studierenden am 03.11.2017 mit Vorstellung der Initiativen für Praxiseinsätze

2. Praxiseinsatz in interkulturellen Einsatzfeldern, z.B.:

  • Studierendenwerk Freiburg: Internationaler Club mit verschiedenen Initiativen
  • Mondo Musical Group, Internationale Wohnheimtutoren/innen
  • Uni für Alle: Buddy Programm
  • kick für soziale Entwicklung: verschiedene Initiativen, z.B. kick for girls

3. Begleitende Workshops zu folgenden Themen (Auswahl möglich):

  • Mediation und interkulturelles Konfliktmanagement
  • Projektmanagement mit Teamaspekten
  • Kommunikationspraxis konkret
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Öffentlichkeitsarbeit
    Dauer jeweils 6 Stunden


4. Supervisionstreffen in einer Kleingruppe (min. 1 Treffen):

Eintägige Reflexionsveranstaltung mit EPG-Studierenden (Arbeitsstelle für das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium) im Rahmen der Veranstaltung „Verantwortung in der Zivilgesellschaft“ am 10.02.2018.

5. Eintägige Abschlussveranstaltung mit theoriegeleiteter Reflexion zu Praxiserfahrungen am 16.02.2018:
Alle Termine finden Sie im Campus Management HISinOne: 3169 Service Learning

Die Belegung war bis zur Auftaktveranstaltung möglich – eine Wiederholung ist voraussichtlich im WS 2018/19 geplant. Bei Fragen wenden Sie sich an Waltraud Ziegler ().

Die Teilnahme ist mit und ohne ECTS-Punkteerwerb möglich. Unabhängig davon nehmen alle an der Auftakt- und Abschlussveranstaltung und an drei individuell wählbare Workshops teil und engagieren sich zwischen Oktober 2017 und März 2018 mit mindestens 30 Stunden in einer Initiative.

Wer 6 ECTS-Punkte erwerben möchte, nimmt zusätzlich an einer Supervision und am EPG-Reflexionstag teil und führt ein Lernportfolio. Die Leistung wird dann auf jeden Fall im BOK-Bereich anerkannt.

Waltraud Ziegler
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Zentrum für Schlüsselqualifikationen
Universitätsstraße 9
79098 Freiburg

Tel.: 0761/203-9473
E-Mail:

Sprech- und Beratungszeiten

Entstehung und Ausblick

Im Projekt (Förderung für das Jahr 2017) haben wir für Studierende ein fachbereichsübergreifendes Service Learning Angebot (SL) entwickelt, das erstmals im WS 2017/18 angeboten wird. SL verbindet universitäres Lernen mit gemeinnützigem Engagement. Studierende vertiefen in begleitenden Lehrveranstaltungen das für die ehrenamtliche Tätigkeit erforderliche Wissen, setzen es im Engagement für eine Initiative um und reflektieren die Erfahrungen um den Wissens-/Kompetenzerwerb in Bezug auf die Entwicklung ihrer personalen und sozialen Kompetenzen.

Wir beziehen im Projekt Studierende, Einrichtungen und Initiativen aus dem Bereich des zivilgesellschaftlichen Engagements und verschiedene Partner/innen bei der Entwicklung des SL-Angebots ein wie z.B. die Arbeitsstelle für das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium (EPG), die Landeszentrale für politische Bildung (Außenstelle Freiburg), das Studierendenwerk Freiburg SWFR und auch studentische Initiativen wie z.B. Uni für Alle.

Bachelor-Studierende erhalten die Möglichkeit, im BOK-Bereich ECTS-Punkte zu erwerben. Die Teilnahme ist jedoch für alle Studierenden möglich.

In einem ersten Schritt haben wir mittels einer Online-Umfrage unter Studierenden herausgefunden, in welchen frei-gemeinnützigen Initiativen bzw. Organisationen sie sich bereits engagieren bzw. in welchen Bereichen sie sich gerne engagieren möchten und welchen Qualifizierungsbedarf sie sehen. Die Umfrage erhebt nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Erhebung. Ziel war Einblick in ehrenamtliches Engagement von Studierenden zu nehmen und das Interesse an SL auszuloten, um darauf aufbauend Ideen für die weitere Entwicklung eines SL-Angebots zu erhalten.

Den Onlinefragebogen haben wir in Anlehnung an den Freiwilligen Survey des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) entwickelt und mit den Projektpartner*innen abgestimmt. Im ersten Teil standen Fragen zum bisherigen ehrenamtlichen Engagement der Studierenden und im zweiten Teil Fragen zum Thema SL im Mittelpunkt.

Der Onlinefragebogen wurde mittels SoSci Survey realisiert und den Teilnehmenden auf www.soscisurvey.de zur Verfügung gestellt und fand zwischen 11.04.-05.05.2017 statt. 157 Studierende nahmen teil.

Hier ein Auszug der wichtigsten Ergebnisse:

  • Fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmenden (63%) engagieren sich bereits freiwillig bzw. ehrenamtlich. Die meisten Teilnehmenden engagieren sich im sozialen Bereich, in der außer-schulischen Jugendarbeit sowie im Bereich der Politik und politischen Interessensvertretung.
  • Hauptinhalte des Engagements sind: Organisation und Durchführung von Treffen und Informationsveranstaltungen sowie pädagogische Betreuung oder Anleitung einer Gruppe.
  • Lediglich 4% der Teilnehmenden haben bereits Erfahrung mit SL. Knapp 70% der „Noch-nicht-Engagierten" möchten sich im Rahmen eines SL-Angebots engagieren. Und 81% würden gerne ihr bisheriges Engagement mit einem SL-Angebot verknüpfen.
  • Diejenigen, die sich noch nicht freiwillig engagieren, würden gerne an einem SL-Angebot in den Bereichen Umwelt, Natur- oder Tierschutz, Kultur und Musik sowie im sozialen Bereich teilnehmen.
  • Etwas Sinnvolles tun, die eigenen personalen und sozialen Kompetenzen zu stärken und dabei das eigene Fachwissen in der Praxis anzuwenden, das sind Aspekte, die für Studierende bei einem SL-Angebot im Fokus stehen.
  • Bei einem überfachlichen SL-Angebot halten die Befragten folgende Qualifizierungsinhalte für sinnvoll: Projektmanagement, Teamorganisation und Teamentwicklung, Konfliktmanagement, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit sowie Interkulturalität.
  • 86% derer mit Interesse an einem SL-Angebot möchten ECTS-Punkte erwerben.

 

Gerne stellen wir den Ergebnisbericht sowie den Fragebogen zur Verfügung, bitte wenden Sie sich an .

In einem Folgeantrag „(Weiter-)Entwicklung eines Service Learning Angebots für Studierende in den Bereichen Umwelt/Nachhaltigkeit und Politische Interessenvertretung: Zivilgesellschaft stärken + Verantwortung übernehmen + personale und soziale Kompetenzen fördern" im Rahmen des Projektwettbewerbs Innovatives Studium 2018 möchten wir auf der Basis der Umfrage zu den Themen Umwelt/Nachhaltigkeit und Politische Interessenvertretung neue SL-Angebote entwickeln. Diese sollen mit bewährten und neuen Kooperationspartner*innen und Studierenden erarbeitet werden. Von Beginn an sollen dabei sozialethische und (fach-)wissenschaftliche Fragestellungen eingebaut werden.

Wir hoffen auf eine positive Entscheidung des studentischen SVB-Gremiums 2018 und danken unseren Kooperations-/Projektpartner*innen für die Unterstützung:

Arbeitskreis Nachhaltigkeit der Universität Freiburg, Caritas, EPG, Landeszentrale für politische Bildung, Studierendenwerk, Uni für Alle

Projekt Service Learning_logo StuRa Der Projektantrag wurde im Rahmen des Projektwettbewerbs Innovatives Studium 2017 für den Innovationsfonds gestellt.